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    Sellinghausen 2010

    geschrieben am 28. Juni 2010 von André Hester

    Oldtimertreffen Sellinghausen 2010– oder: endlich mal wieder eine Ausfahrt… Nach langem, bis in den Mai hineinreichenden Winter im Sauerland war das Wochende zum 19./20. Juni 2010 die erste gute Gelegenheit die eingemotteten Altzeitler wieder dem Asphalt zuzuführen. Der war übers Jahr nicht besser geworden, aber dafür auch das Wetter nicht! Tatsächlich tat sich der wärmespendende Planet, den man gemeinhin auch als Sonne bezeichnet, doch sehr schwer damit, die dichte Wolkendecke des westfälischen Mittelgebirges zu durchstoßen. Am Samstag schien dieses Vorhaben noch einigermaßen zu gelingen, doch die vorherrschenden Temperaturen ließen speziell am Sonntag das Thermometer nicht annähernd über 15 Grad plus steigen, was bei der An- und Abreise keinen Nachteil für die Nuttlarer Fahrzeuge darstellte. Diese waren mit komplett geschlossenen Kabinen, also ohne Traktoren, angereist. Zu nennen sind da der Hanomag AL 28,ein Wohnanhänger sowie besonders der Neuzugang, ein Magirus-Deutz Feuerwehrwagen in Originalzustand der sechziger Jahre. So gesteuert vom 2. Vorsitzenden hatte der Autor dieser Zeilen die Gelegenheit zur Mitfahrt im knallroten Altmobil. Gleich vorweg – alles funktionierte so wie es sein sollte – allein die Schaltung sorgte mit räumlich weit gespreizten Schaltwegen und nicht 100 % definierten Schaltgassen für leichte Irritationen beim Bedienungspersonal. Gelegentlich gab es akustische Rückmeldungen. Doch Bremsen, Kupplung sowie die, mit einem für heutige Verhältnisse groß bemessenem Lenkrad, gut agierende Lenkung gaben bei der sicheren Fortbewegung auf der gebirgigen Route keinen Anlass zur Kritik. Lediglich vorgenannter Autor dieser Zeilen bemängelte die doch ziemlich akustische Präsenz des 6-Zylinder-Deutz Motors, der mit seinen 125 PS scheinbar auch mühelos jedes noch so verschlafene Sauerlanddorf aus der Mittagsruhe erwecken könnte. Zur Ehrenrettung des Magirus sie aber erwähnt. dass der Schreiberling vor kurzem der Luftkühlung ohne jedes Wenn und Aber abgeschworen hatte, sodaß der Wagen ruhig ohne jede Rücksichtnahme weiterbrüllen durfte. Gleichwohl rauschte die trotz wolkenverhangenen Himmels beinah atemberaubende Landschaft in 50 Stundenkilometer Tempo an dem Oldtimerkonvoi vorbei. Angemerkt sei noch, das es eine getrennte Ausfahrt für Oldtimer-Pkws und Traktoren gab, denn diese fahren ja bekanntlich deutlich gemächlicher! Ein besonderes Detail am Magirus ist sicherlich das Bullauge überm Beifahrer: zwei Gummihebel gezogen und schon wird es luftig. Zudem dachten die Ingenieure dabei noch an die wertvollen Kunstledersitze, denn diese werden mit einer Art Rollo auf der Sitzbank überspannt, auf dem man dann nach Herzenslust nach Erklimmen des Sitzes herumschmutzen kann. Die Aussicht so 3 bis 4 Meter über der Fahrbahn war einfach genial, auch wenn der Fahrtwind bei Höchstgeschwindigkeit doch sehr an der Kurzhaarfrisur zerrte. Nach gelungener Rundfahrt ging es dann wieder zurück zum Festgelände, auf dem dieses Jahr augenscheinlich nicht so viele Oldtimer zu bestaunen waren. Doch die vertretenen Exemplare zeigten durchweg in restauriertem oder mit Patina überzogenem Zustand einen guten Überblick über die damalige landwirtschaftlich Industrieproduktion. Leider erhob sich der angekündigte Heißluftballon mangels warmer Thermik nicht in schwindelerregende Höhen, aber dem eher familiären Sellinghauser Treffen tat das keinen Abbruch. Man setzt hier ohnehin nicht so sehr auf spektkuläre, sondern mehr auf bewährte Aktionen ohne großes Risiko. So vergingen zwei regnerische Tage, die, dass sollte auch mal ruhig erwähnet werden, von der Gattin des 1. Vorsitzenden mit kulinarischen Genüssen im privaten Vorzelt, durchaus verschönert wurden. Herzlichen Dank, und bis zum nächsten Jahr in Sellinghausen! Autor: B. Schmidt

    Kategorie: Allgemein


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